Tischfabrikation Heinz Stanke

Tischfabrikation Heinz Stanke Detmold • Tische aller Art • Furniere • Furnier-Fixmaße

Wie ein Detmolder Familienbetrieb 50 Jahre alt geworden ist

Kleinmöbel über alles

VON MARTINA HERZOG
LIPPISCHE LANDESZEITUNG NR. 56, MITTWOCH, 7. MÄRZ 2007

Detmold. In diesem März ist es so weit: Die Tischfabrikation Heinz Stanke in der Hardenbergstraße besteht ein halbes Jahrhundert. Gefeiert wird allerdings erst, wenn das Wetter frühlingshafter geworden ist.

Beginn an der Werkbank: Heinz StankeAngefangen hat Heinz Stanke am 7. März 1957 in gleich mehreren Branchen: Autovermietung, Taxifahrten und eben die Tischlerei. Das Geschäft florierte damals, ein gutes Jahrzehnt nach Kriegsende, richtete man sich nach und nach wieder gemütlicher ein in den eigenen vier Wänden. Bald konnten zwei Angestellte Heinz Stanke und seine Frau im Betrieb unterstützen. Eine Zeitlang wurden die Detmolder Möbel – Tische vor allem – über einen Vertreter bis in den Hamburger Raum verkauft. Angemeldet wurde die Tischlerei damals für den Vertrieb von „Waren aller Art“: Außer Lebensmitteln hätte Familie Stanke alles mögliche verkaufen dürfen. Es blieb dann aber bei Tischen.

Aufgabe anderer Geschäftszweige

Die anderen Geschäftszweige wurden zugunsten der Kleinmöbelherstellung aufgegeben. „Tags tischlern, nachts Taxi fahren – das ist zu viel geworden“, berichtet Heinz Stanke. Gelernt hat er sein Handwerk bereits daheim in Pommern, nach Kriegsdienst und Gefangenschaft beendete er die Gesellenausbildung bei der „Westdeutschen“ in Detmold. Nach Lippe hat es ihn verschlagen, weil er dort seine aus der Heimat vertriebenen Eltern wiederfand. Die Tischlerei war immer ein Familienbetrieb: Bis 1998 arbeitete Heinz Stankes Bruder Rudi noch als angelernte Kraft mit. Besonders seit dem Eintritt von Sohn Karl-Heinz ins Geschäftsleben in den 70er Jahren liefern Stankes auch verstärkt an Großhändler, obwohl schon immer auch Privatkunden maßgefertigte Möbel bestellen konnten. Mit den Möbelhäusern, so Enkel Sven Stanke, der das kleine Unternehmen Anfang des Jahres übernommen hat, könne man durchaus konkurrieren, da der Preisaufschlag des Zwischenhändlers beim Direktverkauf entfalle. „Die Kunden kommen vor allem aus der Region, bei längeren Transportwegen lohnt sich dieses Geschäft nicht mehr“ und zudem wolle man nicht mit den Großhändlern in Konkurrenz treten, die die eigenen Produkte abnehmen.

Ohne einen Pfennig in der Tasche gestartet

Und wie unterschied sich die Arbeit damals und heute? Sicher, der Maschineneinsatz war geringer. Aber auch das Material hat sich verändert: Während damals noch gerne mit Kunststoff gearbeitet wurde, beispielsweise zur Einfassung von Tischkanten, so wird heute Holz oder zumindest Furnier bevorzugt. Kunststoff gilt beim Kunden im Vergleich als billig. Auch der Markt sah anders aus damals: Die Nachfrage war stärker, und es wurden größere Mengen verlangt. Heinz und Karl-Heinz Stanke haben sich heute aus dem Betrieb zurückgezogen. Der Sohn hilft dem Enkel gelegentlich, wenn Not am Mann ist, und der Großvater sieht noch hin und wieder nach dem Rechten. Begonnen hat Heinz Stanke übrigens ohne einen Pfennig in der Tasche. Ein Kredit ermöglichte ihm den Start ins Geschäftsleben. Den hat er natürlich längst zurückgezahlt.

Die drei Säulen: Sven, Karl-Heinz und Heinz Stanke

Die drei Säulen: Sven, Karl-Heinz und Heinz Stanke haben nacheinander, aber auch Hand in Hand ihren Familienbetrieb nunmehr 50 Jahre am Laufen gehalten.

 

 

 


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